Bei der CNC-Präzisionsbearbeitung, dem Rund- und Flachschleifen von Hartmetallwerkzeugen sowie der Herstellung von Vollhartmetall-Komponenten fallen große Mengen an feinen **Hartmetallspänen** und feuchten **Schleifschlämmen** an.
Was viele Betriebe unterschätzen: Schleifschlämme sind laut deutschem Abfallrecht als gefährlicher Abfall (Sonderabfall) deklariert. Gleichzeitig enthalten sie jedoch extrem wertvolle Rohstoffe wie Wolfram und Kobalt. Eine fachgerechte Entsorgung schützt Sie vor rechtlichen Risiken und sichert Ihrem Unternehmen gleichzeitig hohe Rückvergütungen.
Warum ist Schleifschlamm ein Sonderfall?
Schleifschlämme sind Gemische aus feinsten Schleifpartikeln (HM/HSS), Schleifscheibenabrieb (z.B. Diamant- oder Korundpartikel) sowie Kühl- und Schmierstoffen (KSS) wie Ölen oder Emulsionen.
Aufgrund des Ölgehalts gelten sie als umweltgefährdend. Betriebe müssen bei der Handhabung strenge gesetzliche Umweltauflagen erfüllen:
- Lagerung in bauaufsichtlich zugelassenen, flüssigkeitsdichten Behältern (z.B. ASF-Behälter).
- Lückenlose Nachweisführung über die Abfallentsorgung (elektronisches Abfallnachweisverfahren - eANV).
- Übergabe ausschließlich an zertifizierte Entsorgungsfachbetriebe.
Die chemische Rückgewinnung (Recyclingprozess)
Um die wertvollen Metalle Wolfram und Kobalt aus dem Schlamm zurückzugewinnen, durchläuft der Schleifschlamm aufwendige Behandlungsstufen. In spezialisierten Recyclinganlagen wird der Schlamm zunächst thermisch entölt und getrocknet, um die KSS-Rückstände rückstandsfrei zu verdampfen.
Das verbleibende trockene Metallpulver wird anschließend in metallurgischen Prozessen chemisch aufbereitet. Kobalt und Wolframcarbid werden separiert und fließen als hochreine Rohstoffe direkt wieder in die Pulverherstellung für neue VHM-Werkzeuge ein. Dieser geschlossene Recyclingkreislauf schont natürliche Ressourcen und reduziert den CO₂-Fußabdruck der Werkzeugherstellung dramatisch.
💡 Logistik-Tipp für maximalen Erlös: Versuchen Sie, Schlämme so trocken wie möglich zu lagern oder mechanisch (z.B. über eine Zentrifuge oder Brikettierpresse) vorzuentwässern. Je geringer der Öl- und Wassergehalt im Schlamm ist, desto niedriger sind die Transport- und Trocknungskosten, was Ihre Netto-Rückvergütung spürbar erhöht!
Hartmetallspäne: Sauber sammeln, bar auszahlen lassen
Im Gegensatz zu feuchten Schlämmen sind trockene Hartmetallspäne (die z.B. beim Trockenschleifen oder CNC-Fräsen entstehen) extrem unkompliziert im Handling. Sie weisen eine hohe Reinheit auf und erzielen im B2B-Ankauf Spitzenpreise.
Achten Sie darauf, die Späne in sauberen, separaten Behältern frei von Fremdstoffen (wie Putzlumpen, Verpackungsresten oder anderen Metallspänen) zu sammeln, um Abschläge bei der Qualitätsprüfung zu vermeiden.
TMD Tools: Ihr zertifizierter Partner
Als spezialisierter Partner im Bereich B2B-Altmetallankauf bietet Ihnen TMD Tools & Carbide eine rechtssichere Abwicklung inklusive Bereitstellung von Logistiklösungen und Behältern an. Wir ermitteln den exakten Wert Ihrer Chargen und zahlen die Vergütung zügig aus.
